Ok, die neue Superheldin der deutschen Literatur (am Geschlecht allein sieht man, dass ich es nicht bin) hat abgeschrieben und fortan wird diskutiert. Ist sie trotzdem super, oder nur doof.
http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,676570,00.html
http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-02/hegemann-blogger-plagiat
http://www.sueddeutsche.de/,ra4m1/kultur/343/502575/text/
In vielen Artikeln wird die gängige Technik des Kopierens, Verwurstens oder, mein Gott ja, Sampelns bemüht und darauf verwiesen, dass gerade das den Autor der letzten hundert Jahre zu einem neuen gemacht hat. Thomas Mann, William S. Burroughs (Cut up ist schon geil) etc. Doch irgendwie ist das dann doch zu einfach, denn ich muss zugeben, dass mir bei den Artikeln dermaßen der Kamm schwillt, dass ich erstmal nur V-Kragen Pullover tragen kann.
Nun meine Frage, gibt es denn einen Unterschied zwischen dem zitieren, dem weiterverarbeiten anderer Texte, wie z.b. einer wissenschaftlich philosophischen (Adorne vs. Mann in Mephisto) oder einer experimentellen Transformation wie Burroughs, oder andere Beat-Autoren mit ihrer Cut up Technik, und des Abschreibens bei anderen Büchern, Geschichten, der teilweise wortwörtlichen Übernahme anderer Literatur? Kann man sich heraus stehlen indem man sagt, “Hey sorry, aber im 21. Jahrhundert wird der Drops anders gelutscht.”?
Natürlich ist die Frage des Copyrights im digitalen Zeitalter weitaus schwieriger, obwohl sie das schon immer war, aber kann man sich immer dahinter verstecken? Scheiße, wo ist das Problem dabei sich selbst was auszudenken, oder einfach zu sagen woher’s kommt? Der Allgemeinplatz dass es nichts mehr neues gibt kotzt mich an. Ist es nicht das Mantra derer, denen nichts einfällt? Ich selbst steh auf Cut up, hab’s selbst gemacht. Aber dann ist es Mittel, Transformation, Aussage und Teil des Werks und kein Scheiß Spickzettel.
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miroslaw answered:
ähh, neu is immer nur die form. oder?
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